Groningen: Radfahrbahn am Damstertiep mit sozialsicherer Unterführung

Beschreibung

In den Niederlanden besitzt der Radverkehr vielerorts ein eigenes "Straßensystem" aus eigenen Radfahrbahnen. Dieses Motiv aus Groningen ist ein schönes Beispiel dafür. Die brückenartige Unterführung wurde so gestaltet, dass sie gerade durchschaubar ist. Damit ist das Bauwerk sozial recht sicher. Für den Fußverkehr gibt es rechts eine eigenen Hochbordweg. Man könnte nun einwenden, das dieser Gehweg ja viel zu schmal wäre. Aber an solchen Strecken sah ich in Groningen 2014 auch sehr wenig Fußverkehr. Die meisten fahren einfach Rad. Aber natürlich hätte man den Gehweg noch etwas breiter ausführen können.

Der Radverkehr wird in den Niederlanden als ein System betrachtet. Da mit diesem "System Radverkehr" die Bedürfnisse des Radverkehr in der Regel ausreichend bis meist sogar optimal berücksichtigt worden sind, gibt es hier auch ein anderes Verkehrsklima.

In Deutschland werden leider beispielsweise Rad- und Fußverkehr in Grünzügen oftmals sogar auch noch auf viel genutzten Hauptradrouten auf gemeinsamen Verkehrsflächen abgewickelt. Oftmals wäre aber Platz für einen Separation vorhanden. Kommt es dann nach der Eröffnung der Route zu Problemen heißt dann lapidar, alle mussen eben aufeinander Rücksicht neben. Sicher: Im Verkehr ist gegenseitige Rücksichtnahme immer geboten. Aber: Meiner Meinung nach ist es eine der wichtigsten der Aufgaben der Verkehrsplanung, von vorn herein möglichst konflikvorbeugend zu planen. Erst wenn echt kein Platz mehr vorhanden ist, sollte auf Rücksichtnahme von Seiten der Planung gesetzt werden.

Leider steht bei vielen Planungen in Deutschland oft immer noch rein gestalterische Punkte im Vordergrund, denen sich der Radvekehr dann eben unterzuordnen hat. Wichtig ist es meiner Meinung nach, gestalterische Plaunungsaspekte und verkehrliche Notwendigkeiten aus Sicht der (Radverkehr)Verkehrssicherheit ausgewogen zusammen zu bringen. Hierbei ist das Fahrrad als "Fahrbahnverkehrsmittel" zu berücksichtigen (so wie es die StVO ja auch vorsieht). Dort wo für den Fußverkehr auf eigenständig geführten Hauptradrouten mit separaten Gehwegen erhöhter Querungsbedarf ist, kann man gerne auch mal einen Zebrastreifen für den Fußverkehr einrichten. Damit habe ich selbstverständlich auch aus Radfahrersicht überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Das ist für mich gelebte, integrierte Verkehrsplanung (siehe z. B. dieses Motiv hier aus Tübingen: https://qimby.net/image/654/tubingen-zebrastreifen-uber-radweg-am-schlossbergtunnel).

Dieses Motiv ist bezogen auf die Niederlande streng genommen kein Radschnellweg. Bezogen auf Deutschland kann das Motiv aber als Beispiel dafür dienen.

Zum Thema von oben aus Deutschland: https://qimby.net/image/660/rollifahrer-auf-dem-rs1-bei-essen

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Dirk Schmidt

Dirk Schmidt

geboren 1978, interessiert sich für viele Themen rund um die Mobilität

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EXIF Data

Modell Canon EOS M

Objektiv EF-M18-55mm f/3.5-5.6 IS STM

Brennweite 27mm

Verschlusszeit 1/160

Blende F8

ISO 100

Aufgenommen am Fri, Aug 29, 2014 4:52 PM

Schlagworte

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